So lief das Monstronale Festival 2017

Am Donnerstagabend war es dann endlich soweit. Moderatorin Juliane Victor und Festivalleiter Christian Schunke begrüßten die Besucher im Puschkino zum fünften Monstronale Kurzfilmfestival. Den Festivalstartschuss machte dieses Jahr das neu hinzugekommene Programm „Shortdocs“. Dabei wurden neun Dokumentarfilme von Regisseuren aus aller Welt gezeigt. Die Filmemacherinnen Alina Cyranek („In Darkness“) und Astra Zoldnere („Blueberry Spirits“) ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein, als ihre Kurzfilme auf der Leinwand in Halle präsentiert wurden. Schön, dass ihr da wart! Für Astra Zoldnere hat es sich zudem doppelt gelohnt vor Ort gewesen zu sein. Sie durfte sich über den Publikumspreis freuen, welcher mit 400€ dotiert war. Den Jurypreis in Höhe von 600€ gewann der Film „Who the hell is Satan?“ von Leo Ferri.

 

Am darauf folgenden Tag startete das Festival bereits morgens. Im Rahmen der „Wilde Wesen Kurzfilmwochen“, welche von der Aktion Mensch unterstützt werden, haben Grundschüler aus Halle Animationsfilme produziert. Diese konnten die Kinder am Freitag im Wilde Wesen Kinderprogramm bei dem Monstronale Filmfestival auf großer Leinwand erleben . Bereits beim Einlass war den Schülern die Freude und auch die Aufregung sichtlich anzumerken. Dann hieß es Film ab und mit viel Spannung wurden die Animationsfilme verfolgt. Nach dem es für jeden Film tosenden Applaus gab, wurde eine kurze Pause eingelegt, in der das Monstronale Team alles für den nächsten Programmpunkt vorbereitet hat.                                                                         Für die Grundschüler ging es danach weiter mit dem Kurzfilmwettbewerb „Wilde Welten“. Anschließend durften die Schüler über Stimmzettel ihren Lieblingsfilm küren. Schon während der Filmvorführung stach ein Film besonders heraus: „Unsere wundervolle Natur – das Chamäleon“ von Tomer Eshed. Daher war es auch keine große Verwunderung als Moderatorin Juliane Victor den Gewinnerfilm des Publikumspreises, „Das Chamäleon“, bekannt gab. Währenddessen beriet sich die Schülerjury mit Festivalleiter Christian Schunke über den zu vergebenden Jurypreis. Zur Verkürzung der Wartezeit durften sich die im Saal sitzenden Schüler, nochmals den Animationsfilm von Tomer Eshed ansehen, welcher abermals zu einem lautem Lachen im Kino führte. Anschließend wurde dann die Jury auf die Bühne gebeten, die dem Film „Dust Buddies“ von Beth Tomashek den Jurypreis verlieh.

 

Am Abend folgte dann das nächste Festivalhighlight mit dem Themenprogramm „Angst | Fear“. Dazu wurde die Kulturstätte Labim zu einem Kinosaal umgebaut. Dieser wurde auch bis auf den letzten Platz besetzt und selbst das Schauen im stehen, war für unsere Besucher kein Problem, um unbedingt das Programm anschauen zu können. Nach dem die Filmvorführung mit viel Applaus und Begeisterung beendet wurde, übernahm die Moderatorin Juliane Victor wieder das Wort und leitete die Podiumsdiskussion ein. In dieser sprachen Festivalleiter Christian Schunke und Experimentalfilmemacher Lutz Garmsen über die Angst in Filmen. Auch das Publikum konnte sich immer wieder einmischen, sodass eine offene Runde entstand, welche den Festivalabend gebührend beendete.

 

Am Festivalsamstag durften sich die Gäste der Monstronale über den „internationalen Wettbewerb“ freuen. Für diesen Wettbewerb konnten, wie bei den anderen Wettbewerben ebenfalls gehandhabt, Regisseure aus allen Ländern ihre Kurzfilme einreichen. Bis auf die maximale Länge von fünfzehn Minuten gab es keine weitere Vorgaben und somit durfte sich das Team der Monstronale über einen neuen Einreichrekord freuen. Aus diesen Einreichungen hat hat das Festivalteam dann das Wettbewerbsprogramm, bestehend aus zehn Filmen festgelegt. Gegen 20 Uhr startete dann der „internationale Wettbewerb“ im großen Saal im Puschkinhaus, der bis auf den letzten Platz besetzt war. Im Anschluss traf dann die Jury, die aus Vertretern der Medienbranche bestand, die Entscheidung, über die Vergabe der Plätze eins, zwei und drei. Der erste Platz ging dabei an den Film „L’Indigestion“ von der Belgierin Mathilde Remy, der zweite Platz an den Schweden Måns Berthas mit seinem Film „Bitchboy“ und über den dritten Platz freute sich Rosaria aus Brasilien für den Film „My Father’s Project“.                     Im Anschluss folgte die große Festivalparty im Labim. Zur Feier des Tages legte die Beatgemeinschaft aus Halle auf. Die elektronische Tanzmusik vom Mischpult wurde durch einen Live-Saxophonist und durch einen Live-Drummer abgerundet. Dies ließ auch die Herzen der Livemusikfreunde höher schlagen und so wurde bis tief in die Nacht ein erfolgreiches Festivalwochenende gefeiert.

 

Mit dem „Kurzfilmpicknick Ungarn“ haben wir dann am Sonntagabend die Open Air Saison eröffnet. Auch das Wetter hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht. So war es die ganze Zeit trocken und in den Abendstunden halfen Decken und Feuerschalen gegen die Kälte. Die ungarischen Kurzfilme und die Atmosphäre der Waldbühne, direkt auf der Peißnitzinsel, sorgten für gute Laune bei den Besuchern. Nach dem Kurzfilmpicknick entschlossen sich noch viele Gäste zu bleiben, um den Abschlussfilm des Festivals anzuschauen. Dabei handelte es sich um den David Lynch Klassiker „Lost Highway“, welcher einen gelungenen Abschluss für das Festival darstellte.

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