Die Gewinnerfilme und ihre Regisseure 2017

Aus dem Meer aus Einreichungen haben wir bereits Anfang diesen Jahres die besten Filme für unser Festival ausgewählt. Dass ihr Film schließlich wirklich auf unserer Leinwand zu sehen war, hätten vielleicht einige der Regisseure von unseren Shortdocs-Filmen, den internationalen Einreichungen und den Kinderfilmen des Wilde Welten Programms, nicht erwartet. Um so wichtiger ist es uns, noch einmal zusammen zu fassen wer dieses Jahr eigentlich preisgekrönt wurde und vor allem wovon die Siegerfilme handeln.

Den Publikumspreis unseres Dokumentarfilmwettbewerbs gewann „Blueberry Spirits“ von Astra Zoldnere. Der fast 13 minütige Film, ist eine poetische Dokumentation über eine Roma-Familie, die während des Sommers in lettischen Wäldern Beeren pflückt, um ihr Leben zu bestreiten. Umgeben von der omnipräsenten Frage nach der Balance zwischen Zukunft und Vergangenheit, Traditionen und dem modernen Leben, stellt Blueberry Spirits den Kampf um die Identität als eine Reise zwischen Nacht und Tag und andersherum dar. Ursprünglich auf Lettisch und auch von einer waschechten Lettin geschrieben, nahm der Kurzfilm die Herzen unseres Publikums ein.                                                                                                                         Astra Zoldnere ist nicht nur Regisseurin, sondern auch Kuratorin und Publizistin. Ihre Arbeit verbindet theoretische und praktische Aspekte des Films. Sie machte ihren Master in film directing and der Baltic Film and Media School und erhielt bereits Preise für ihre Kurzfilme „Treasures of the Sea“ (2013) und „All My Dead“ (2014).

Der Jurypreis wurde an „Who the hell is Satan“, eine persische Dokumentation über iranische Rockmusik vergeben. Der Regisseur Leo Ferri erklärt, hier in Teheran im Iran ist Rockmusik verboten und Heavy Metal wird als ein satanischer Kult angesehen. “5grs” ist die erste Metal Band in der eine Frau singt und gleichzeitig eine der bekanntesten iranischen Musikgruppen. Sie wurden bedroht, geschlagen und inhaftiert und doch spielen sie immer noch ihre Songs. Der in Florenz geborenen Italiener studierte Philosophy und Anthropology und im Anschluss Photographie und Cinematographie. Er konzentrierte sich von dort an vor allem auf Kurzfilme.

 

Im Internationalen Wettbewerb machten die drei Filme „My Father’s Project“ (dritter Platz),„Bitchboy“ (zweiter Platz) und „L’indigestion“ auf dem ersten Platz das Rennen.                          „My Father’s Project“ ist eine fünfminütiger Animationsfilm von der brasilianischen Regisseurin Rosaria und erzählt eine Geschichte von Wünschen, Träumen und der Realität in form eines Skizzenbuches.                                                                                                                                           Der Kurzfilm „Bitchboy“ wurde von Måns Berthas geschrieben und handelt von Lukas, einem jungem passionierter Metalhead, der einen kürzlich verstorbenen Großvater im Krankenhaus besucht. Trotz selber Blutlinie, will er nicht, dass der alte Mann im Familiengrab beerdigt wird. Es kommen dunkle Geheimnisse ans Licht und als sich die Möglichkeit bietet, will er sich rächen. Der schwedische Regisseur war schon immer sehr interessiert an Film, Literatur und Musik und hat bereits viele verschiedene erfolgreiche Dokumentationen und Kurzfilme veröffentlicht.     Der Gewinnerfilm „L’Indigestion“ ist ein französischer Animationsfilm von der belgischen Regisseurin Mathilde Remy. Anlässlich des Geburtstages von der Großmutter wird ein Familienessen organisiert. Während des Essens erfährt man etwas über die Qualen, die Ängste und Boshaftigkeit der Familie.

 

Die Kinder im Wilde Welten Programm krönten „Unsere wundervolle Natur – das Chamäleon“ von Tomer Eshed zum Sieger. Ein kurzer, aber sehr gefeierter Animationsfilm über ein kleines Chamäleon, wie es lebt und isst. Die Jury entschied sich für „Dust Buddies“. Der Animationsfilm ist eine Geschichte über die Freundschaft der beiden Staubhasen Fuzz und Linit, die friedlich unter einer Couch leben. Als eine teuflische Hausangestellte Fuzz mit dem Staubsauger aufsaugt, muss Lint über seine Ängste wachsen und losziehen um seinen Freund zu retten. Geschrieben wurde er von Beth Tomashek.

 

Spannend war die Entscheidung allemal und wir finden es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick auf weitere Kurzfilme der Gewinner zu werfen und sich auch noch einmal die anderen Kurzfilme an zu schauen. Wir haben ein wundervolles Wochenende verbracht mit vielen interessanten, witzigen, spannenden Kurzfilmen und bedanken uns bei allen, die dabei waren bzw. uns unterstützt haben. Hoffentlich bis nächstes Jahr!

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